TraditionsТрадицииTraditionen

Die Sitten und Bräuche des armenischen Volkes, die seit früher entstanden, sind den Stolz des Volkes. Die Armenier haben den Ruf eines Volkes, das sich schnell an die wechselnden Lebensbedingungen anpasst, durch Fleiβ auffällt und erfahren und erfolgreich im Handel ist.Die armenische Familie zeichnet sich durch festen Zusammenhalt aus. Die patriarchalische Struktur der Familienverhältnisse findet ihren Ausdruck darin, daß die armenische Familie häufig – besonders auf dem Lande – aus drei Generationen besteht, die alle unter einem Dach leben. Bezeichnend ist die Achtung von älteren Familienangehörigen und die größte Liebe und die ständige Sorge für die Kinder. 

School kids

Früher waren kinderreiche Familien weit verbreitet. Jetzt findet man sie schon eher selten. Man findet sie hauptsächlich auf dem Lande. Die städtischen Familien haben in der Regel nur noch ein bis zwei Kinder. Die Küche ist wahre Reich der armenischen Frau und ihrer weiblichen Kinder.In der Erziehung ist der Mann sicherlich von Bedeutung, aber seine Aufgaben in der Betreuung und Versorgung von Babies und Kleinkindern sind sehr gering. Es gibt eine Reihe netter Familienbräuche um Kinder.

Besonders schön ist das Brauchtum rund um die Taufe, wo das Kind von seinen Paten gebadet werden muß, und die Feier um das Erscheinen des ersten Zahnes.

Junge Menschen leben trditionell bis zu ihrer Verheiratung bei ihren Eltern. Die Zeit, in der Mädchen schon in der Kindheit einem Mann versprochen worden sind oder am Tag der Heirat gar ihren zukunftigen Mann erst kennenlernen, ist zwar noch nicht ganz vorbei, aber es kommt sehr selten vor.Jungverheiratete ziehen zu den Eltern des Mannes.Daß diese traditionelle Zusammenführen von zwei Generationen nicht immer gut für die junge Frau ist, liegt auf der Hand.

Wedding Ceremony at Gayane Church
Traditional Armenian Dolls
Baptism at Gandzasar Monastery in Karabakh

Die armenische Gastfreundschaft ist sehr berühmt, es gehört zum guten Ton, einen Gast so gut wie möglich zu bewirten. Die Armenier schmausen gern und kennen dabei das rechte Maß beim Konsum vor alkoholischen Getränken. Einen betrunkenen Armenier trifft ma kaum auf der Straße.

Die Armenier, die in der Fremde leben, zeichnen sich durch den Drang aus, eine führende Rolle zu spielen. Es ist kein Zufall, daß sie in einer ganze Reihe von Ländern, in denen es großere armenische Gemeinden gibt, nicht nur im Handel oder Wirtschaft, sondern auch im öffentlichen und politischen Leben höhe Positionen erlagen. Da sie jahrhundertealte Erfahrungen haben, unter fremden Nationen zu leben, sind sie im wesentlichen tolerant gegen andere, haben aber trotzdem eine eigene Sicht von Sitten und Bräuchen für sich bewahrt und Verständnis für die Mentalität ihrer Nachbarn.

Dosis Ironie bringen Armenier allerdings sich selbst gegenüber auf. So gelten die Armenier aus Van als besonders geizig, die aus Gjumri als besonders schlagfertig, die aus Lori als einfältig.